kochen, essen, reden – satt?

Die Ausstellung „satt?“ im Museum für Kommunikation Berlin zeigt, wie eng das Kochen, Essen und Reden miteinander verwoben sind. Ob beim privaten Kaffeeklatsch oder Sonntagsbraten, beim Party-Buffet oder Gala-Dinner eines Staatsaktes – Anlässe zum Essen sind auch immer solche zum Reden.

© MfK Frankfurt / Moderation: Annabelle Hornung / Redaktion, Kamera, Schnitt: Ini Zikuschka / Musik: Au (Aagoo Records)

Ausstellungsbereiche

1. zuhause essen 2. draußen essen 3. auswärts essen 4. öffentlich essen 5. richtig essen

zuhause essen

Die Mahlzeit zu Hause ist eine besondere Situation – alltäglich, emotional hoch besetzt und mit vielen Erinnerungen an die eigene Kindheit verbunden. Sie bringt ganz unterschiedliche Tischgesellschaften hervor: vom Trinkgelage zum „Dinner for one“. Entsprechend verändern sich die Kommunikationsformen von der täglichen Unterhaltung in der Familie über die Rituale der privaten Feiern und bis hin zum Schweigen vor dem Fernseher.

draußen essen

Die Geschichte des gemeinsamen Essens beginnt unter freiem Himmel. Man versammelte sich um das Feuer, aß draußen, weil es kaum ein Drinnen gab. Heute sind es unterschiedliche Gründe, warum Menschen ihre Mahlzeit im Freien einnehmen: Aus Liebe zur Natur, weil Essen unterwegs Zeit spart, oder aus Not, weil sie kein Dach über dem Kopf haben.

auswärts essen

Am Anfang war die Mobilität: Über Jahrhunderte hinweg war für Reisende der Besuch eines Wirtshauses eher ein notwendiges Übel. Erst mit den Restaurants entwickelte sich daraus ein gezielt gesuchtes Erlebnis. Auswärts essen muss auch, wer gezwungenermaßen nicht zu Hause essen kann. Die Mahlzeit in der Kantine ist für Millionen ihr täglich Brot.

öffentlich essen

Wer öffentlich isst, zielt auf Wirkung. Politik und Medien sind dafür prädestiniert. Staatsoberhäupter inszenieren gern aufwendige öffentliche Essen, etwa beim G8-Gipfel auf römischem Mosaik oder beim Grill-Event in Heiligendamm. Kochstars wie Tim Mälzer, Jamie Oliver, Sarah Wiener und Johann Lafer kochen vor den Augen der Fernseh-Öffentlichkeit.

richtig essen

Religionen liefern seit jeher Regeln für die Zusammenstellung der Mahlzeiten – und in Klöstern bestehen bis heute strenge Vorgaben für das gemeinschaftliche Mahl. Alternative Ernährungskonzepte versuchen eine ganzheitliche Sichtweise wieder zu beleben. Aktuelle Schulprojekte wollen Kindern grundlegende Kenntnisse über die gesunde Ernährung vermitteln und vor allem Freude daran.

NUTRIKIDS und das Geheimnis der Pyramide

Begleitend zur Ausstellung bietet das Museum bis zu den Sommerferien 100 kostenfreie Ernährungsworkshops für Schülerinnen und Schüler der 3. bis 4. Klasse an. Im Rahmen der spielerischen Workshops können Grundschüler die Vielfalt und Bedeutung von Lebensmitteln mit allen Sinnen erfahren: Vom Riechen über das Schmecken bis hin zu Übungen, die den Zusammenhang zwischen Bewegung und Ernährung zeigen.

Mehr zu den Workshops erfahren Sie im nachfolgenden Podcast:

 

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Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm können Sie dem Ausstellungsflyer entnehmen. Klicken Sie das Bild an, um den Flyer herunterzuladen.
Der Ausstellungskatalog mit 144 Seiten und zahlreichen farbigen Abbildungen ist zum Preis von 9,80 EUR im Museum erhältlich. Klicken Sie das Bild an, um einen Blick in das Inhaltsverzeichnis des Kataloges zu werfen.