C O N T E N T - S I N G L E . P H P

Vortrag, 24. Oktober 2017, 18.30 Uhr

A C F : G A L E R I E
A C F : I N F O B O X

Vortrag von Prof. Dr. Hartmut Fladt, Musikwissenschaftler und Komponist

Eintritt frei! Anmeldung erforderlich unter anmeldung.mkb@mspt.de

Was fasziniert Musiker und ihre Hörer an der musikalischen Darstellung der Nacht? Dieser Frage geht Prof. Dr. Hartmut Fladt (bekannt von Radio Eins) in seinem musikalischen Vortrag nach.

Der Begründer der Gattung Oper, Claudio Monteverdi, setzte den Kontrast zwischen äußerlich tiefruhiger Nacht und innerlich aufgewühlten Gefühlen in Musik um; „Notturni“, Nachtstücke etwa bei Haydn und Mozart sind in der Regel sanft-unterhaltsame Kompositionen, bisweilen mit einem Hauch Melancholie; die „Wolfschluchts-Szene“ in Carl Maria von Webers „Freischütz“ ist ein frühes Zeugnis nächtlicher, teuflischer Schauerromantik; die „Nocturnes“ von Frédéric Chopin tun gern (sind es sogar oft) beseligend schön, können aber jederzeit in Schauerromantik umkippen.

Nächtlicher Hexensabbath ist schon im 19. Jahrhundert sehr beliebt, nicht erst bei Black Sabbath und Dark Ambient; widersprüchliche nächtliche Landschaften der Liebe sind Gegenstand bei Arnold Schönberg („Verklärte Nacht“) wie bei Patti Smith, und der mörderische blutige Mond leuchtet ebenso im expressionistischen „Wozzeck“ (Büchner/Alban Berg) wie bei Nick Cave.

Wie wusste der Filmschlager schon in den 30er Jahren? Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da!


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