„Sechs Richtige!“, das klingt nach Jackpot! Und in der Tat stellt die nach ihrem Erfinder benannte „Brailleschrift“ bis heute einen Hauptgewinn für blinde Menschen dar. In der Ausstellung „Sechs Richtige! Louis Braille und die Blindenschrift“ können die Besucherinnen und Besucher nun die Errungenschaft Brailles im wahrsten Sinne des Wortes begreifen. Im Internationalen Louis-Braille-Jahr beleuchtet die vom Deutschen Blinden-Museum Berlin konzipierte Schau den Siegeszug der sechs Punkte, den Bausteinen der Blindenschrift.
Vom Beginn der Blindenbildung über Brailles Erfindung sowie die technischen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts bis hin zu aktuellen Lernmitteln, Büchern und Alltagsobjekten macht sie die Geschichte sowie das Prinzip der Punktschrift erleb- und begreifbar. Mit etwas Fingerspitzengefühl können die Besucherinnen und Besucher beispielsweise testen, welcher Finger der empfindlichste ist.
Der Franzose Louis Braille (1809-1852), selbst im Vorschulalter durch einen Unfall erblindet, hatte bereits im Alter von sechzehn Jahren den ebenso einfachen wie genialen Punktcode entwickelt, der sich bis heute auf der ganzen Welt als die Blindenschrift durchgesetzt hat.
In dem Flyer sowie der Homepage zur Ausstellung erfahren Sie mehr zur neuen Kabinettausstellung und zum museumspädagogischen Begleitprogramm. Eine Wegbeschreibung für blinde Menschen zum Museum können Sie hier herunterladen.
Barrierefreiheit
Ein Audioguide, gut lesbare Beschriftungen und Texte in Brailleschrift sorgen für eine völlige Barrierefreiheit für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Alle Vitrinen und Mitmachstationen sind zudem mit dem Rollstuhl unterfahrbar und gut einsehbar.
Gefördert durch die Deutsche Behindertenhilfe – Aktion Mensch e. V.
