Der in Marseille geborene Maler, Zeichner und Bildhauer Honoré Daumier gilt heute als einer der berühmtesten Karikaturisten des 19. Jahrhunderts. Sein grafisches Werk umfasst mehr als 4.000 Lithografien und 1.000 Holzschnitte. Dazu zählen auch seine Arbeiten für die satirischen Zeitschriften „La Caricature" und „Le Charivari", für die er verfolgt und inhaftiert wurde. Mit Vorsicht und Begeisterung zugleich reagierte Daumiers Umwelt auf seine scharfsichtigen Beobachtungen zu Politik und Zeitgeschehen.
Anlässlich des 200. Geburtstages Honoré Daumiers porträtiert die Ausstellung Daumiers Karikaturen mit dem Thema „Zeitung", in denen er das alltägliche Zeitungsgeschäft, die Lesertypologie dieser Zeit, den Kampf um Abonnenten und die Pressefreiheit darstellt. Wie kein anderer verstand es Daumier, seine Beobachtungen meisterlich in Lithografien festzuhalten. An Aktualität und Brisanz haben diese Zeugnisse aus den Anfängen der modernen Massenpresse nichts eingebüßt.
Eine Ausstellung des Deutschen Zeitungsmuseums in Wadgassen und des Europäischen Zeitungsmuseums in Krefeld.
