Konzentrierter Redner, interessierter Zuhörer oder gelöst-heiterer Gesprächspartner: Der Hamburger Fotograf Christian Irrgang hat den Bundespräsidenten mehr als ein Jahr lang mit seiner Kamera begleitet und in den verschiedensten Situationen aufgenommen. Während seiner Arbeit ist Irrgang dem Menschen und Politiker Horst Köhler sehr nahe gekommen. Interessiert und neugierig sei Köhler, so Irrgang. Offen gehe er auf die Menschen zu und suche die direkte Kommunikation. Ob bei Staatsbesuchen oder bei der Hochzeit des Sohnes – Irrgangs Aufnahmen zeigen den Porträtierten meist freundlich und gelöst, mit einem intensiven Blick für sein Gegenüber. Gezeigt werden aber auch seltene Momente körperlicher Erschöpfung – nach einem Empfang mit Ordensverleihung für 300 Gäste im Schloss Bellevue zum Beispiel. Oder beim schweißtreibenden Training im Fitnessstudio.
Die 100 Fotografien der Ausstellung wollen zeigen, wo der Mensch Horst Köhler in der Enge des politischen Protokolls bleibt, wie er den Wechselschritt zwischen dem Amt des Bundespräsidenten und seinem Privatleben schafft.
