2010 – Nr. 40 Das Imperium Romanum bittet zu Tisch
Vortrag im Museum für Kommunikation Berlin beleuchtet die Esskultur des Römischen Reichs

Das Selbstverständnis der römischen Elite manifestierte sich ganz wesentlich im Ritual des Gastmahls. Bei den regelmäßigen Zusammenkünften mit den Standesgenossen hatte wirklich alles seine Bedeutung: die Einladung, die Tischordnung, die Auswahl der Speisen und Getränke, die Rahmenunterhaltung, die Wahl der Gesprächsthemen. Bei den üppigen Mählern wurden Käse aus Gallien, Austern aus Britannien, Kirschen aus dem Schwarzmeergebiet und Datteln aus Afrika serviert.

Wie wichtig unter anderem die Herkunft dieser Köstlichkeiten für die Konversation während des Essens war, wird Dr. Elke Stein-Hölkeskamp (Universität Münster) in ihrem Vortrag „Die Exotik des Essbaren. Das Imperium Romanum bittet zu Tisch“ am Dienstag, den 25. Mai 2010, erläutern. Die Althistorikerin wird verdeutlichen, dass man beim so genannten Convivium nicht nur darum konkurrierte, die ausgefallensten und kostspieligsten Leckereien auf den Tisch zu bringen, sondern auch darum, Kompetenz und Kennerschaft unter Beweis zu stellen, indem man amüsant über sie zu plaudern verstand. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenfrei.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung  „kochen, essen, reden – satt?“, die noch bis zum 29. August 2010 das Essen als soziales und kommunikatives Ereignis beleuchtet.

Die Exotik des Essbaren. Das Imperium Romanum bittet zu Tisch
Vortrag von Dr. Elke Stein-Hölkeskamp (Universität Münster)
Dienstag, 25. Mai 2010, 18.30 Uhr, Eintritt frei

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