„A television system capable of sending 26 brightness levels sends in one second the information content of approximately 2400 pages of print.”
Bereits im Jahre 1948 gewann der amerikanische Wissenschaftler Claude Shannon im Zuge seiner Forschungen zu den technischen Möglichkeiten der elektronischen Kodierung diese für die damalige Zeit revolutionäre Erkenntnis. Die Grundlagen für das sichere und fehlerfreie Übertragen und Speichern von Sprache und Daten hatte er zuvor in seiner informationstheoretischen Arbeit „Communication Theory of Secrecy Systems“ veröffentlicht. Bis heute sind die durch Shannon geprägten kulturellen Folgen der digitalen Kodierung medialer Inhalte nachvollziehbar.
Das Symposium „Claude Shannon und die Medien“ am Donnerstag, den 3. Juni 2010, 14.15–20.30 Uhr, beschäftigt sich nicht nur mit der Person Claude Shannon, sondern auch mit den methodischen Folgen seiner Informationstheorie und den neuen Codes für die Wissenschaften. Das Symposium ist eine Kooperationsveranstaltung mit der Rijksuniversiteit Groningen, der Humboldt-Universität zu Berlin und dem Heinz Nixdorf MuseumsForum. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenfrei.
Programm
14.15 Uhr: Begrüßung und Eröffnung des Symposiums
Sektion 1: Shannon’s Toys
Moderation: Paul Feigelfeld (Humboldt-Universität zu Berlin)
14.30–15.15 Uhr: „Shannons Automaten für Verbindungsspiele. Das Switching Game, Bird-Cage bzw. Bridge-It.“, Referent: Thomas Fischer (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
15.15–16 Uhr: „Tracing Theseus’ Thread: The Itinerary of Claude Shannon’s Exhibition Aesthetic”, Referent: Bernard Geoghegan (Bauhaus-Universität Weimar)
16–16.45 Uhr: „Unpublished Talks, Toys, Notes, Poems and Stories by Claude Shannon”, Referent: Dr. Axel Roch (Rijksuniversiteit Groningen)
Sektion 2: Informationstheorie und Medienwissenschaft
Moderation: Dr. Axel Roch (Rijksuniversiteit Groningen)
17–17.45 Uhr: „Wege durch das Netz – Claude Shannons zivile Forschung an den Bell Labs vor dem Zweiten Weltkrieg“, Referent: Dr. Jochen Viehoff (Heinz Nixdorf MuseumsForum Paderborn)
17.45–18.15 Uhr: „Shannons Überlieferung. Zeit als Kanal von Kommunikation“, Referent: Prof. Dr. Wolfgang Ernst (Humboldt-Universität zu Berlin)
18.15–19 Uhr: „Es war einmal in Amerika – Das Abenteuer der Kommunikation mit Lacan und Shannon“, Referentin: PD Dr. Annette Bitsch (Humboldt-Universität zu Berlin)
19–19.45 Uhr: „THE HEAD AND IN FRONTAL ATTACK ON A GERMAN PHILOSOPHER... Sprachnäherung versus Sprachnähe: Shannon und Heidegger“, Referent: Prof. Dr. Peter Berz (Universität Wien)
Abschlusspanel
Moderation: Dr. Wolfgang Ernst (Humboldt-Universität zu Berlin)
20–20.30 Uhr: Offene Roundtable-Diskussion „Claude Shannon und die Medien“ mit den Ehrengästen Prof. Horst Völz und Prof. Bernd Eylert sowie den Referenten Prof. Dr. Peter Berz, Dr. Annette Bitsch, Dr. Axel Roch und Dr. Jochen Viehoff.
Das Symposium ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Codes & Clowns. Claude Shannon – Jongleur der Wissenschaft“, die noch bis zum 5. September 2010 eine Auswahl der genialen wie skurrilen Erfindungen des amerikanischen Wissenschaftlers präsentiert.
„Claude Shannons und die Medien“
Symposium
Donnerstag, 3. Juni 2010, 14.15–20.30 Uhr, Eintritt frei
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