2010 – Nr. 49 Fressen und gefressen werden
After-Work-Philosophen-Lounge beleuchtet Preisspekulationen an der Nahrungsmittelbörse

Hungerrevolte in Haiti! Brotaufstand in Kamerun! Diese und ähnliche Schlagzeilen gingen im Frühjahr 2008 um die Welt. Steigen die Nahrungsmittelpreise, trifft es die Armen am härtesten: Während in einem typischen Haushalt in einem Industrieland der Anteil der Ausgaben für die Ernährung 10 bis 20 Prozent beträgt, liegt er in den weniger entwickelten Ländern zwischen 60 und 80 Prozent.

Menschen verhungern, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen, um sich ausreichend zu ernähren. Dies scheint aber nicht der einzige Grund zu sein. Markus Henn diskutiert in der Philosophen-Lounge am Dienstag, den 20. Juli 2010, 18.30 Uhr, die Frage, ob sich die Hungerkatastrophe nicht noch zusätzlich verschärft, weil die Preise an den Lebensmittelbörsen hochgetrieben werden. Der Politikwissenschaftler ist als Projektreferent für Finanzmärkte bei WEED e.V. (World Economy, Ecology & Development) tätig und engagiert sich ehrenamtlich bei der AG Finanzmärkte und Steuern des globalisierungskritischen Netzwerks Attac. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist kostenfrei.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung  „kochen, essen, reden – satt?“, die noch bis zum 29. August 2010 das Essen als soziales und kommunikatives Ereignis beleuchtet.

Fressen und gefressen werden. Preisspekulation an der Nahrungsmittelbörse
After-Work-Philosophen-Lounge
Dienstag, 20. Juli 2010, 18.30 Uhr, Eintritt frei

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