2009 – Nr. 58 „Wir sind für ein höheres Geld bestimmt.“ Geld und Gesellschaftstheorie in der Neuzeit
Vortrag im Museum für Kommunikation Berlin zum Thema Geld und Gesellschaftstheorie in der Neuzeit

Über Geld nachzudenken heißt immer auch darüber nachzudenken, was die Gesellschaft zusammenhält. Zwar wird Geld meist nur als bloßes Tauschmittel betrachtet, ein Werkzeug, das eigentlich für andere, wirkliche Güter steht. Aber für manche Denker wurde es auch mehr. Es bekam sein eigenes Leben, seine eigene Substanz, seinen eigenen Geist – und zwar gerade als Papiergeld, das doch so scheinbar gar nichts wert ist und doch zum Maßstab aller Werte wurde.

In seinem Vortrag am Dienstag, den 20. Oktober 2009 beleuchtet Dr. Daniel Weidner vom Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin die Faszination des Geldes, die immer auch eine Faszination der Fiktion ist. Am Beispiel von John Locke, Adam Müller und Georg Simmel zeigt der Germanist, dass sich die Denkgeschichte des Geldes immer wieder fiktionaler und literarischer Muster bedient.

Der Vortrag ist Teil des Begleitprogramms zur aktuellen Wechselausstellung „Die Sprache des Geldes“, die noch bis zum 14. Februar 2010 die unterschiedlichen Aspekte unseres Zahlungsmittels thematisiert.

„Wir sind für ein höheres Geld bestimmt“. Geld und Gesellschaftstheorie in der Neuzeit
Dr. Daniel Weidner (Zentrum für Literatur- und Kulturforschung Berlin)
Dienstag, 20. Oktober 2009, 18.30 Uhr
Eintritt frei

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