2009 – Nr. 52 „Die Sprache des Geldes“
Neue Wechselausstellung im Museum für Kommunikation Berlin eröffnet

„Geld regiert die Welt“ oder „Zeit ist Geld“ – wir alle kennen die Redewendungen, die sich mit unserem Zahlungsmittel beschäftigen. Aber was ist Geld eigentlich? Wie beeinflusst es unser Denken und Handeln? Und: Macht Geld wirklich nicht glücklich? Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Herrn Jean-Claude Trichet, beleuchtet die neue Wechselausstellung im Museum für Kommunikation Berlin vom 25. September 2009 bis zum 14. Februar 2010 die unterschiedlichen Aspekte des Geldes und dessen fast dreitausendjährige Geschichte – von den Vorformen des Geldes bis zum elektronischen Geldtransfer, vom Kerbholz bis zum Schuldschein.

Auf ihrem Rundgang durch eine modellhafte Stadt können die Besucherinnen und Besucher die kryptischen Zahlen auf dem Börsenticker entschlüsseln, den ältesten erhaltenen Geldschein aus China bewundern oder sich im „Vergnügungsviertel“ mit der Frage beschäftigen, ob man für Geld wirklich alles kaufen kann. Sie lernen mehr über komplexe Wirtschaftszusammenhänge und erkennen, dass unsere Gesellschaft zunehmend über Geld hierarchisiert wird. In Zeiten der Finanzkrise sowie immer verführerischer Kreditangebote regt die Ausstellung dazu an, das eigene Verhältnis zum Geld kritisch zu hinterfragen.
 
Die Sprache des Geldes
Geld beeinflusst nahezu alle Bereiche unseres Zusammenlebens, und das meist stärker, als es uns selbst bewusst ist. Auch in der Kommunikation mit anderen Menschen spielt Geld eine wichtige Rolle: Wir reden nicht nur über finanzielle Angelegenheiten, sondern kommunizieren auch mittels Geld. Wie sehr unser Leben vom Geld bestimmt wird und wie das System Geld eigentlich funktioniert, zeigt ein Streifzug durch die Modellstadt.

 

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