In 16 Ländern der Europäischen Union zahlen fast 330 Millionen Menschen täglich mit ihm und mittlerweile gilt er als erfolgreiches Symbol der wachsenden Einheit Europas: der Euro.
Zehn Jahre nach der Euro-Einführung steht die Gemeinschaftswährung Europas nun im Mittelpunkt der „Euro-Ausstellung“, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 20. November 2009 bis zum 17. Januar 2010 zeigt. Wie entsteht ein Geldschein und woraus besteht er? Welches Münzmotiv gehört zu welchem Land? Wie unterscheidet man ‚Blüten’ von echten Euro-Banknoten? Zahlreiche Multimediastationen führen die Besucherinnen und Besucher durch die von der Europäischen Zentralbank konzipierte Wanderausstellung, die neben den aktuellen Formen des Euros auch Herkunft und Geschichte des Geldes beleuchtet.
Die Ausstellung, die nach Berlin noch in weiteren europäischen Städten zu sehen sein wird, gliedert sich in folgende Bereiche:
Banknoten
Hier erfahren die Besucherinnen und Besucher interessante Details über die Euro-Bank-noten. So basiert die Gestaltung der Euro-Scheine auf Baustilen aus sieben Epochen europäischer Kulturgeschichte: von Klassik (5€) über Barock und Rokoko (100€) bis zur modernen Architektur des 20. Jahrhunderts (500€). Bereits zur Einführung der Euro-Banknoten am 1. Januar 2002 wurden 15 Milliarden Scheine gedruckt – das ergibt eine Fläche von 15.000 Fußballfeldern. Die Geldscheine, die aus besonders haltbarem und griffigem Baumwollpapier hergestellt werden, nutzen sich unterschiedlich schnell ab: ein 5-Euro-Schein zum Beispiel ist durchschnittlich 14 Monate, ein 50-Euro-Schein dagegen dreieinhalb Jahre im Umlauf, bevor er aus dem Verkehr gezogen und vernichtet wird.
Münzen
In diesem Bereich werden sämtliche Münzen der Euro-Länder vorgestellt. Dabei erfahren die Besucherinnen und Besucher Interessantes über die Auswahl und Umsetzung der vielfältigen nationalen Motive. Alle Euro-Münzen haben eine gemeinsame europäische sowie eine nationale Seite. Diese ist von Land zu Land unterschiedlich gestaltet und spiegelt als Momentaufnahme der Kultur, Geschichte, Kunst oder auch Münztradition die Vielfalt Europas wider. Trotz der unterschiedlichen nationalen Seiten können die Münzen in allen Ländern des Euroraums als gesetzliches Zahlungsmittel benutzt werden.
Sicherheitsaspekte des Geldverkehrs
Ein weiterer Bereich der Ausstellung ist dem Thema Sicherheit gewidmet. Um Fälschern mindestens einen Schritt voraus zu sein, muss die Europäische Zentralbank die Sicherheitsmerkmale des Euros fortlaufend verbessern. Von Hologramm über Sicherheitsfaden bis Wasserzeichen: Hier wird gezeigt, mit welchen Sicherheitsmerkmalen die Euro-Banknoten ausgestattet sind und wie einfach es ist, sie nach dem Prinzip „FÜHLEN – SEHEN – KIPPEN“ von gefälschten Scheinen zu unterscheiden. Und spätestens bei der Gegenüberstellung von Original und Fälschung kommt die Wahrheit garantiert ans (UV)-Licht.
Die Geschichte des Geldes
Die Geschichte des Geldes ist mehrere tausend Jahre alt und erstreckt sich über die verschiedensten Gesellschaften rund um den Globus. Wie die Tauschobjekte der Frühkulturen von Münzen und Geldscheinen abgelöst wurden und wie sich aus diesen die Kreditkarten und das elektronische Geld der globalisierten Gegenwart entwickelten, darüber informiert dieser Ausstellungsbereich.
Kinderecke
Speziell für Kinder und Jugendliche ist eine Kinderecke mit spannenden Computerspielen rund um den Euro eingerichtet. Spielerisch können sie hier mehr über unsere Währung und die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten erfahren und dabei wertvolle Preise gewinnen.
„Falschgeldwerkstatt“
Im Rahmen der Ausstellung lädt das Museum jeweils dienstags und freitags (10–12 Uhr) sowie jeden zweiten Sonntag im Monat (14–16 Uhr) zur „Falschgeldwerkstatt“ ein, einem Workshop in Zusammenarbeit mit der Europäischen Zentralbank und der Bundesbank. Hier sprechen Experten der Bundesbank über Sicherheitsaspekte des Geldes und präsentieren echte falsche Banknoten. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist nach Entrichtung des Museumseintritts kostenfrei.
Die „Euro-Ausstellung“ ergänzt thematisch die Wechselausstellung „Die Sprache des Geldes“, in der das Museum für Kommunikation Berlin noch bis zum 14. Februar 2010 die unterschiedlichen Aspekte unseres Zahlungsmittels und dessen fast dreitausendjährige Geschichte beleuchtet – von den Vorformen des Geldes bis zum elektronischen Geldtransfer, vom Kerbholz bis zum Schuldschein.
Mehr Infos als PDF zum Download:
Die Pressemitteilung als PDF
Hier können Sie die Pressefotos zur Ausstellung kostenlos herunterladen.
