STREIT. Eine Annäherung

7. Oktober 2022 bis 27. August 2023

„Ich will nicht streiten.“ Diesen Satz haben wir alle schon einmal gehört oder gesagt. Doch Streit ist Teil der menschlichen Kommunikation. Er begegnet uns täglich: in den Medien, in politischen oder gesellschaftlichen Debatten, in der Familie oder in der Beziehung. Streit ist wichtig: er gibt uns die Chance, uns zu verstehen, auszutauschen und anzunähern.

Die Ausstellung STREIT. Eine Annäherung im Museum für Kommunikation Berlin betrachtet vom 7. Oktober 2022 bis zum 27. August 2023 die Entwicklungen, Herausforderungen und die Relevanz von „Streit“ aus historischer, kommunikativer, politischer und persönlicher Perspektive. Damit nähert sie sich dem Wesen des Streits und fördert eine Kompetenz, die für gelingendes Zusammenleben und eine demokratische Gesellschaft unabdingbar ist.

Rund 150 „streitbare“ Objekte, Fotografien, Medien und künstlerische Positionen eröffnen Streit-Geschichten. Nach einer Einordnung, was Streit ist, wählen die Besucher:innen ihre persönliche Streit-Tier-Chipkarte. Mit dieser können sie sich während des Rundgangs durch die Ausstellung in verschiedenen Streit-Szenarien zum eigenen Streitverhalten positionieren.

In den Themenräumen KUNST, LIEBE, MACHT und GELD werden die Besucher:innen gefragt: Lässt sich über Geschmack streiten und kann man Kunst von Künstler:in trennen? Wo und mit wem streiten wir am liebsten? Wie streitbar ist unsere demokratische Gesellschaft? Wer profitiert vom Streit?

Mitstreiten ist gewollt: „Steile Thesen“ fordern zum Reflektieren und Diskutieren auf, mit Stift und Zettel kann sich der große individuelle Streit von der Seele geschrieben werden. An Hands-On-Stationen wird Kritik geübt – mal als Denksport, mal als Purzelbaum.

Der Epilog der Ausstellung fördert weiterführende Diskussionen, die analog und im digitalen Raum geführt werden können. Neben der Erkenntnis, ob sich das gewählte Streit-Tier mit dem tatsächlichen Streit-Typ deckt, nehmen die Besucher:innen schließlich neue und positive Perspektiven auf das Streiten mit.

STREIT. Eine Annäherung wird durch ein umfangreiches Vermittlungsangebot sowie Rahmenprogramm begleitet – darunter eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe zu den Themenräumen der Ausstellung.

Auf unserem ausstellungsbegleitenden Expotizer erfahrt Ihr, wie und worüber wir eigentlich streiten, wer dabei welche Rollen spielt und wie Streit ein gutes Ende nehmen kann.

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Programm gefördert von:

Medienpartnerin:

Comicstipendium Berlin 2022

14. Mai bis 30. Oktober 2022

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat für 2022 fünf Stipendien an die Berliner Comic-Künstler:innen Sarnath Banerjee, Julia Beutling, Gregor Dashuber, Everett Glenn und Kai Pfeiffer vergeben. Das Museum für Kommunikation Berlin und der Deutsche Comicverein präsentieren in einer Ausstellung die Projekte, mit denen sich die Gewinner:innen für das Stipendium beworben haben. Die Ausstellung wird am 14. Mai, im Rahmen der ComicInvasionBerlin 2022, um 12 Uhr feierlich mit einem Gespräch mit den Stipendiat:innen eröffnet.

Die Stipendiat:innen 2022

Everett Glenn

„The Nix“ ist eine pseudo-autobiografische Geschichte, die sich lose an Grimms „Nixe vom Mühlenteich“ orientiert. Everett Glenn nimmt Tagebucheinträge, Erinnerungen aus Hypnosetherapiesitzungen, Audio-Memoir-Aufnahmen und Gesprächen aus dem wirklichen Leben und rekontextualisiert sie zu künstlerischen Kompositionen, die die Fragilität der „Wahrheit“ aktiv einbeziehen. 

Sarnath Banarjee (sarnarthbanarjee.net)

Ausgehend von den Aktivitäten einer Integrationsklasse  und dem Leben eines indisch-pakistanischen Paares wird über die Schwierigkeiten der Migration und Integration und dem europäischen Blick und der Erwiderung aus den Entwicklungsländern erzählt. Die Graphic Novel soll in Episoden über den Zeitraum eines Jahres hinweg veröffentlicht werden.

Julia Beutling (juliabeutling.de)

„Being Monsters“ ist ein Jetztzeit-Märchen für Erwachsene, ein Drama und eine Detektivgeschichte. Es ist zugleich eine kritische Dekonstruktion und eine Liebeserklärung an das Märchen von der Schönen und dem Tier. Die Geschichte wird als Langzeit-Webcomic veröffentlicht.

Gregor Dashuber (talking-animals.com)

„King“. Die Comicadaption des Romans von John Berger erzählt die Geschichte eines Hundes namens King. Er führt uns zu einem brachliegenden Gelände auf dem zwischen allem Zivilisationsschrott eine kleine Gemeinde von Obdachlosen lebt. King lebt mit Vico und Vica, einem alten Paar. Ihm erzählen sie ihre Geschichte, da er ihr bester Zuhörer ist..

Kai Pfeiffer (kaipfeiffer.de)

Für einen dokumentarischen Comic-Bericht will Kai Pfeiffer zwei Pariser Begegnungen weiter verfolgen: Mit einem Aktivisten für Obdachlose und einer professionellen Dominatrice und BDSM-Performancekünstlerin. Ein verflochtener Dyptichon paralleler Welten – Menschen als Spielball urbaner Härte und als Citoyens du Plaisir.

Kuriose Kommunikation. Ungewöhnliche Objekte und Geschichten aus der Sammlung

1. Juli bis 9. Oktober 2022

Ein Telefon in Form eines Duschkopfs, eine Briefmarke, die sich mit einem Plattenspieler abspielen lässt, ein Bierdeckel, der als Postkarte verschickt wurde, eine Jeansjacke, mit der sich das Smartphone steuern lässt – wenn Menschen Nachrichten übermitteln wollen, werden sie kreativ.

Kuriose Objekte, die durch eine ungewöhnliche Nutzung überraschen, eine außergewöhnliche Geschichte oder ein besonderes Design haben, sind Teil der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Durch alle Jahrhunderte von den Anfängen bis zur digitalen Gegenwart haben Techniker:innen, Erfinder:innen und Laien Dinge und Wege entwickelt, Botschaften zu überbringen.

Die Ausstellung widmet sich diesen besonderen Objekten und geht dabei ebenfalls der Frage nach, wie, warum und für wen Museen sammeln.

Eine Grafik zur Ausstellung Neuland, die sich eine Weltkarte ähnelt.

#neuland. Ich, wir & die Digitalisierung

28. Januar bis 19. Juni 2022

Stellen wir uns die Digitalisierung und ihre Folgen für Gesellschaft und Individuum als großes Land vor: ein Land, das uns in Teilen schon vertraut ist – in dem es aber auch noch unendlich viel zu entdecken gibt!

Die Ausstellung #neuland geht auf Entdeckungstour: Sie zeigt Handlungen und Orte des Digitalen in unserem Alltag und fragt, wie wir eine digitale Gesellschaft gestalten wollen. Wie also wollen wir miteinander kommunizieren? Wer sind die Menschen hinter den Profilen, die mir in sozialen Netzwerken begegnen? Was ist ein optimales Leben? Wo finden wir neue Wissens- und Informationsquellen? Wie beeinflusst die Digitalisierung unsere Beziehungen und Freundschaften?

Im Spannungsfeld zwischen der Freiheit, zu gestalten und dem Verschwinden von bisher Vertrautem ist das digitale Leben mit Herausforderungen für uns als Individuen und als Gesellschaft verbunden.

#neuland ist eine Kooperation der Museumsstiftung Post und Telekommunikation und der Nemetschek Stiftung.

Begleitprogramm

Glitches – Veranstaltungsserie

In einer Kombination aus Führungen, Lesungen und Gesprächen werden besondere Phänomene der (pop-)kulturellen Digitalisierung untersucht. Im Anschluß gibt es Musik satt!

> Zur Veranstaltungsreihe Glitches

Expotizer

Die Ausstellung besuchen, bevor Sie die Ausstellung besuchen: virtuelle Einblicke in #neuland. Ich, wir & die Digitalisierung mit unserem Expotizer.

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