STREIT. Eine Annäherung

7. Oktober 2022 bis 27. August 2023

„Ich will nicht streiten.“ Diesen Satz haben wir alle schon einmal gehört oder gesagt. Doch Streit ist Teil der menschlichen Kommunikation. Er begegnet uns täglich: in den Medien, in politischen oder gesellschaftlichen Debatten, in der Familie oder in der Beziehung. Streit ist wichtig: er gibt uns die Chance, uns zu verstehen, auszutauschen und anzunähern.

Die Ausstellung STREIT. Eine Annäherung im Museum für Kommunikation Berlin betrachtet vom 7. Oktober 2022 bis zum 27. August 2023 die Entwicklungen, Herausforderungen und die Relevanz von „Streit“ aus historischer, kommunikativer, politischer und persönlicher Perspektive. Damit nähert sie sich dem Wesen des Streits und fördert eine Kompetenz, die für gelingendes Zusammenleben und eine demokratische Gesellschaft unabdingbar ist.

Rund 150 „streitbare“ Objekte, Fotografien, Medien und künstlerische Positionen eröffnen Streit-Geschichten. Nach einer Einordnung, was Streit ist, wählen die Besucher:innen ihre persönliche Streit-Tier-Chipkarte. Mit dieser können sie sich während des Rundgangs durch die Ausstellung in verschiedenen Streit-Szenarien zum eigenen Streitverhalten positionieren.

In den Themenräumen KUNST, LIEBE, MACHT und GELD werden die Besucher:innen gefragt: Lässt sich über Geschmack streiten und kann man Kunst von Künstler:in trennen? Wo und mit wem streiten wir am liebsten? Wie streitbar ist unsere demokratische Gesellschaft? Wer profitiert vom Streit?

Mitstreiten ist gewollt: „Steile Thesen“ fordern zum Reflektieren und Diskutieren auf, mit Stift und Zettel kann sich der große individuelle Streit von der Seele geschrieben werden. An Hands-On-Stationen wird Kritik geübt – mal als Denksport, mal als Purzelbaum.

Der Epilog der Ausstellung fördert weiterführende Diskussionen, die analog und im digitalen Raum geführt werden können. Neben der Erkenntnis, ob sich das gewählte Streit-Tier mit dem tatsächlichen Streit-Typ deckt, nehmen die Besucher:innen schließlich neue und positive Perspektiven auf das Streiten mit.

STREIT. Eine Annäherung wird durch ein umfangreiches Vermittlungsangebot sowie Rahmenprogramm begleitet – darunter eine interdisziplinäre Veranstaltungsreihe zu den Themenräumen der Ausstellung.

Auf unserem ausstellungsbegleitenden Expotizer erfahrt Ihr, wie und worüber wir eigentlich streiten, wer dabei welche Rollen spielt und wie Streit ein gutes Ende nehmen kann.

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Programm gefördert von:

Medienpartnerin:

Comicstipendium Berlin 2022

14. Mai bis 30. Oktober 2022

Die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa hat für 2022 fünf Stipendien an die Berliner Comic-Künstler:innen Sarnath Banerjee, Julia Beutling, Gregor Dashuber, Everett Glenn und Kai Pfeiffer vergeben. Das Museum für Kommunikation Berlin und der Deutsche Comicverein präsentieren in einer Ausstellung die Projekte, mit denen sich die Gewinner:innen für das Stipendium beworben haben. Die Ausstellung wird am 14. Mai, im Rahmen der ComicInvasionBerlin 2022, um 12 Uhr feierlich mit einem Gespräch mit den Stipendiat:innen eröffnet.

Die Stipendiat:innen 2022

Everett Glenn

„The Nix“ ist eine pseudo-autobiografische Geschichte, die sich lose an Grimms „Nixe vom Mühlenteich“ orientiert. Everett Glenn nimmt Tagebucheinträge, Erinnerungen aus Hypnosetherapiesitzungen, Audio-Memoir-Aufnahmen und Gesprächen aus dem wirklichen Leben und rekontextualisiert sie zu künstlerischen Kompositionen, die die Fragilität der „Wahrheit“ aktiv einbeziehen. 

Sarnath Banarjee (sarnarthbanarjee.net)

Ausgehend von den Aktivitäten einer Integrationsklasse  und dem Leben eines indisch-pakistanischen Paares wird über die Schwierigkeiten der Migration und Integration und dem europäischen Blick und der Erwiderung aus den Entwicklungsländern erzählt. Die Graphic Novel soll in Episoden über den Zeitraum eines Jahres hinweg veröffentlicht werden.

Julia Beutling (juliabeutling.de)

„Being Monsters“ ist ein Jetztzeit-Märchen für Erwachsene, ein Drama und eine Detektivgeschichte. Es ist zugleich eine kritische Dekonstruktion und eine Liebeserklärung an das Märchen von der Schönen und dem Tier. Die Geschichte wird als Langzeit-Webcomic veröffentlicht.

Gregor Dashuber (talking-animals.com)

„King“. Die Comicadaption des Romans von John Berger erzählt die Geschichte eines Hundes namens King. Er führt uns zu einem brachliegenden Gelände auf dem zwischen allem Zivilisationsschrott eine kleine Gemeinde von Obdachlosen lebt. King lebt mit Vico und Vica, einem alten Paar. Ihm erzählen sie ihre Geschichte, da er ihr bester Zuhörer ist..

Kai Pfeiffer (kaipfeiffer.de)

Für einen dokumentarischen Comic-Bericht will Kai Pfeiffer zwei Pariser Begegnungen weiter verfolgen: Mit einem Aktivisten für Obdachlose und einer professionellen Dominatrice und BDSM-Performancekünstlerin. Ein verflochtener Dyptichon paralleler Welten – Menschen als Spielball urbaner Härte und als Citoyens du Plaisir.

Zeichen setzen

Workshop für Menschen ab 13 Jahren

Dauer: 90 Minuten

Kommunikation ist mehr als Sprechen. Wie kommunizieren wir mit Gesten und Zeichen? Welche Formen nonverbaler Kommunikation gab es in der Geschichte?

Als Welcome-Modul / für Willkommensklassen kostenfrei.

Anfragen bitte mindestens 5 Wochen vor dem gewünschten Termin per E-Mail an vermittlung.mfk-berlin@mspt.de oder telefonisch 030 20 29 4420.

Wir bieten den Workshop auf Anfrage in folgenden Sprachen an:

·         Deutsch

·         Englisch

·         Einfache Sprache

Bitte beachten Sie unsere aktuellen Hygieneregeln für Workshops – diese weichen von den Hygieneregeln für den normalen Museumsbesuch ab.

Das Museum als Spielraum

Workshop für Kinder ab 4 Jahren

Dauer: 60 – 75 Minuten

Kommt und spielt mit uns „Kommunikation“: Probiert Rauchzeichen, Signale, Stempelmaschine und Telefone aus. Schickt eine Nachricht durch die Rohrpost und pustet ins Posthorn. Malt oder schreibt einen Brief an die Roboter und lasst ihn als Brieftaube durchs Museum fliegen!

Als Welcome-Modul / für Willkommensklassen kostenfrei.

Anfragen bitte mindestens 5 Wochen vor dem gewünschten Termin per E-Mail an vermittlung.mfk-berlin@mspt.de oder telefonisch 030 20 29 4420.

Wir bieten den Workshop auf Anfrage in folgenden Sprachen an:

·         Deutsch

·         Englisch

·         Ukrainisch

·         Russisch

·         Bulgarisch

·         Italienisch

·         Portugiesisch

Bitte beachten Sie unsere aktuellen Hygieneregeln für Workshops – diese weichen von den Hygieneregeln für den normalen Museumsbesuch ab.

Druckwerkstatt

Workshop für Kinder ab 6 Jahren

Dauer: 60 – 90 Minuten

Drucken ohne Computer – geht das überhaupt? Na klar! Seit dem Altertum haben Menschen in aller Welt tolle Techniken erfunden. Experimentiert mit den verschiedenen Möglichkeiten: Von Tinte und Feder über Druckerpresse und Schreibmaschine.

Und das Gute dabei: Das funktioniert mit allen Sprachen und Schriften.

Als Welcome-Modul / für Willkommensklassen kostenfrei.

Anfragen bitte mindestens 5 Wochen vor dem gewünschten Termin per E-Mail an vermittlung.mfk-berlin@mspt.de oder telefonisch 030 20 29 4420.

Je nach Verfügbarkeit der Guides bieten wir den Workshop in folgenden Sprachen an:

·         Deutsch

·         Englisch

·         Ukrainisch

·         Russisch

·         Bulgarisch

·         Italienisch

·         Portugiesisch

Bitte beachten Sie unsere aktuellen Hygieneregeln für Workshops – diese weichen von den Hygieneregeln für den normalen Museumsbesuch ab.

GLITCHES

Lesungen, Gespräche & Musik zur (pop-)kulturellen Digitalisierung

„We are living in a computer-programmed reality […] and the only clue we have to it is when some variable is changed, and some alteration in reality occurs.“, Philip K. Dick

„Glitches“ sind Störungen im System, Unterbrechungen der virtuellen Welt, die uns an der erlebten Realität zweifeln lassen: Was ist real, was Simulation? Als Teil der postdigitalen Popkultur ist der „Glitch“ zu einem bewusst eingesetzten ästhetischen Stilmittel geworden. Ist es menschengemacht oder IS IT A GLITCH?!

Die dreiteilige Veranstaltungsreihe GLITCHES untersucht in Lesungen, Gesprächen und Musik die besonderen Stör-Phänomene der (pop-)kulturellen Digitalisierung, von Deep-Fake und Hyper-Ironie über KI-Musik bis hin zu Social-Media-Literatur und live programmierten Algorithmen.  

Die Vorträge finden im Rahmen der aktuellen Ausstellung #neuland. Ich, wir & die Digitalisierung statt. In Kooperation mit dem Projekt „Stadt, Land, Kiez. Nachbarschaften in der Berliner Gegenwartsliteratur“ am Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung (ZfL).

Termine

Dienstag, 5.4.22, #1 Hannes Bajohr, Philipp Schönthaler und Morten Paul sowie Manu Louis: Tickets

Dienstag, 26.4.22, #2: Elias Hirschl und Hanna Hamel sowie Adi Gelbart: Tickets

Dienstag, 17.5.22, #3: Elisa Aseva und Patrick Eiden-Offe sowie Alexandra Cárdenas: Tickets

Programm

GLITCHES #1

Dienstag, 5.4.2022, Kaffeehaus

18.00 Uhr Ausstellungsführung “#neuland. Ich, wir & die Digitalisierung”
19.00 Uhr Lesung & Gespräch: Hannes Bajohr, Philipp Schönthaler und Morten Paul
20.30 Uhr Konzert: Manu Louis “Cream Parade”

18.00 – 23.00 Uhr Special Guest: Mo Chan / DJ Kohlrabi

Tickets

19.00 Uhr | Mit, über oder gegen die Maschine schreiben?

Mit Hannes Bajohr und Philipp Schönthaler begegnen sich zwei Autoren, die sich auf jeweils eigene Weise der Angst entgegenstellen, dass die intelligenten Maschinen den Menschen in der Kunst ersetzen könnten. Dabei spielt das Verhältnis der Literaturgeschichte und literarischer Experimente zur programmierten Literatur eine entscheidende Rolle. Mit, über oder gegen die Maschine schreiben? Auch wenn beide Autoren mit denselben medialen und technologischen Bedingungen und Herausforderungen konfrontiert sind, arbeiten sie in der Praxis mit völlig verschiedenen literarischen Verfahren. Mit dem Lektor Morten Paul (Matthes & Seitz) sprechen sie über die Geschichte und Gegenwart programmierbarer Literatur und lesen aus ihren literarischen Texten.

Der Sänger Manu Louis ist im Bildzentrum. Sein Gesicht wird durch seinen rechten Unterarm verdeckt mit dem er grade Konfetti auf den Betrachter wirft. Das Konfetti fliegt als verschwommene Punkte auf die Kamera zu.

20.30 Uhr | Manu Louis, Cream Parade

Mit seiner Show zum Album „Cream Parade“ feiert Manu Louis die soziale und existenzialistische Orientierungslosigkeit seines Alter Ego und der gesamten Menschheit im Zeitalter des Internets. Seine Songs handeln unter anderem von der Liebe zu einem Datenspeicher, dem Abschiedskuss des Internets an die Menschheit und der Wiedergeburt als Bärtierchen. Dabei lädt der eklektisch-groovige Musik-Mix aus roboterartigen Synthesizer-Klängen und dem Beat von Hip-Hop-Marschkapellen zum Tanzen ein.

18.00 – 23.00 Uhr | Special Guest: Mo Chan / DJ Kohlrabi

Mo Chan / DJ Kohlrabi steht für Diversität und Abwechslung im Nachtleben für unerhörtes und unerwartetes aus den Tiefen des Musikunderground kombiniert mit bekanntem. So entsteht eine Dynamik, die Musikliebhaber:innen dazu verleitet die Zeit zu vergessen, nicht nach Hause zu gehen, sondern noch einen Drink zu bestellen und sich dem Tanzboden hinzugeben. (Bianca Ludewig)

GLITCHES #2 

Dienstag, 26.4.22, Kaffeehaus

18.00 Uhr Ausstellungsführung “#neuland. Ich, wir & die Digitalisierung”
19.00 Uhr Lesung & Gespräch: Elias Hirschl und Hanna Hamel
20.30 Uhr Konzert: Adi Gelbart “Poems by Alpha”

18.00 – 23.00 Uhr | Special Guest: Killy /SaekoKilly

Tickets

19.00 Uhr | Wie kommen Glitches in den Roman?

In der postdigitalen Gegenwart bleibt kein Schreiben unberührt von den neuen medialen und technischen Bedingungen. Aber wie kommen Glitches in den Roman? Und wie verwirklicht man seinen Online-Avatar in der Realität? In Elias Hirschls Roman Salonfähig (2021) führt ein unzuverlässiger Erzähler durch eine österreichische Wahlkampf-Welt, in der Virtualität und Realität ständig changieren. Der Autor liest aus seinen Romanen und spricht mit der Literaturwissenschaftlerin Hanna Hamel (ZfL) über politische Selbstinszenierung, digitale Fließbandarbeit und die Bewusstseinszustände des Internets. 

20.30 Uhr | Adi Gelbart, Poems by Alpha

Mit „Poems by Alpha“ präsentiert Adi Gelbart seine musikalischen Lyrik-Kompositionen, die Alpha, eine Computer-KI, verfasst hat. KI-Alpha ist darauf ausgelegt, möglichst schlecht beim Turing-Test abzuschneiden und versucht erst gar nicht, menschliche Lyrik zu imitieren. Alpha ist eine Maschine und entschuldigt sich nicht dafür! Gelbarts Musik dagegen strebt nach emotionaler und harmonischer Tiefe und schließt so die Lücke zwischen der kreativen künstlichen Intelligenz und dem menschlichen Publikum. Zunächst für ein Streicher-Ensemble komponiert, wird Gelbart im Museum für Kommunikation Berlin eine Solo-Show des Programms und frühere Stücke präsentieren.

18.00 – 23.00 Uhr | Special Guest: Killy /SaekoKilly

Killy /SaekoKilly kommt aus Tokyo und ist Berliner DJ, vocalist und Produzentin. Seit 2004 ist sie in der Tokyoer DJ-Szene aktiv und seit 2019 Mitglied des VOODOOHOP-collective aus São Paulo. Mit Beginn der Pandemie fing sie an, Popsongs zu produzieren: Ihre Debüt-EP ‘DANCING PIKAPIKA’ ist aktuell bei ChillMountainRec(JPN) erschienen.

GLITCHES #3 

Dienstag, 17.5.22, Kaffeehaus

18.00 Uhr Ausstellungsführung “#neuland. Ich, wir & die Digitalisierung”
19.00 Uhr Lesung & Gespräch: Elisa Aseva und Patrick Eiden-Offe 
20.30 Uhr Konzert: Alexandra Cárdenas

18.00 – 23.00 Uhr | Special Guest: Mo Chan / DJ Kohlrabi

Tickets

19.00 Uhr | Wann werden Posts zu Poesie?

Plattformen wie Facebook oder Twitter sind nicht nur Orte des sozialen Austauschs, sondern sie haben für Autor:innen auch neue Schreibräume geöffnet. Abseits von klassischen Auswahlmechanismen des Literaturbetriebs über Verlage oder Preise finden Schreibende hier Leser:innen – in manchen Fällen sogar sehr viele. Elisa Aseva liest aus ihren besten Posts, mit denen sie zunächst auf Facebook bekannt geworden ist. Im vergangenen Jahr sind sie unter dem Titel Über Stunden auch in Buchform erschienen. Mit  Literaturwissenschaftler Patrick Eiden-Offe (ZfL) spricht sie über Arbeit, ihre Literatur und das Schreiben in sozialen Medien.

20.30 Uhr | Alexandra Cárdenas

Alexandra Cárdenas gehört zu den Pionierinnen des Live-Codings in der elektroakustischen Musik. Sie spielt eine bedeutende Rolle in der Algorave-Szene, bei der Musik durch Algorithmen erzeugt wird. Das außergewöhnliche Sinneserlebnis macht Code sicht- und hörbar: Es kombiniert die generativ und stochastisch entwickelte Mischung aus Techno und Noise mit den hypnotischen akusmatischen Projektionen der Codes.

18.00 – 23.00 Uhr | Special Guest: Mo Chan / DJ Kohlrabi

Mo Chan / DJ Kohlrabi steht für Diversität und Abwechslung im Nachtleben für unerhörtes und unerwartetes aus den Tiefen des Musikunderground kombiniert mit bekanntem. So entsteht eine Dynamik, die Musikliebhaber:innen dazu verleitet die Zeit zu vergessen, nicht nach Hause zu gehen, sondern noch einen Drink zu bestellen und sich dem Tanzboden hinzugeben. (Bianca Ludewig)

Anmeldung und Tickets

Eintritt: 6 Euro, ermäßigt 3 Euro; Online-Tickets zzgl. VVK-Gebühren

Dienstag, 5.4. 22, #1 Hannes Bajohr, Philipp Schönthaler und Morten Paul sowie Manu Louis: Tickets

Dienstag, 26.4.22, #2: Elias Hirschl und Hanna Hamel sowie Adi Gelbart: Tickets

Dienstag, 17.5.22, #3: Elisa Aseva und Patrick Eiden-Offe sowie Alexandra Cárdenas: Tickets

Snacks & Drinks by Kaffeehaus Dallmayr.

Die Vorträge finden im Rahmen der aktuellen Ausstellung #neuland. Ich, wir & die Digitalisierung statt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie weitere Veranstaltungen.

Kuriose Kommunikation. Ungewöhnliche Objekte und Geschichten aus der Sammlung

1. Juli bis 9. Oktober 2022

Ein Telefon in Form eines Duschkopfs, eine Briefmarke, die sich mit einem Plattenspieler abspielen lässt, ein Bierdeckel, der als Postkarte verschickt wurde, eine Jeansjacke, mit der sich das Smartphone steuern lässt – wenn Menschen Nachrichten übermitteln wollen, werden sie kreativ.

Kuriose Objekte, die durch eine ungewöhnliche Nutzung überraschen, eine außergewöhnliche Geschichte oder ein besonderes Design haben, sind Teil der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation. Durch alle Jahrhunderte von den Anfängen bis zur digitalen Gegenwart haben Techniker:innen, Erfinder:innen und Laien Dinge und Wege entwickelt, Botschaften zu überbringen.

Die Ausstellung widmet sich diesen besonderen Objekten und geht dabei ebenfalls der Frage nach, wie, warum und für wen Museen sammeln.

Safer Internet Day – 8. Februar 2022

#FitForDemocracy

Seit 2004 findet jährlich im Februar der internationale Safer Internet Day (SID) statt. Auch das Museum für Kommunikation Berlin macht mit und engagiert sich für Online-Sicherheit und ein besseres Internet für Kinder und Jugendliche. 2022 haben wir dafür ein buntes Programm – online und vor Ort – zusammengestellt. Und als besonderes Extra gilt: Alle Angebote am Safer Internet Day sind kostenlos!

Programm

Workshops für Schulen: Schüler:innen stärken ihre Medienkompetenz-Muskeln im Internet

Vor Ort im Museum

9:30 Uhr: Frei. Fair. Vielfältig. Was ist überhaupt Demokratie? Erzählt im Podcast, wie Ihr Euch das für Eure Klasse vorstellt. Für die Klassen 4 – 6

11:30 Uhr: „Wir sind das Volk!“ Mit starken Sprüchen Mauern einreißen. Dreht einen YouTube Clip über Dinge, für die Ihr auf der Straße protestieren würdet. Für die Klassen 4 – 6

13:30 Uhr: „Always on“ Wie viel Medienkonsum ist für uns gut? Wann sollten wir mal offline gehen? Ab Klasse 7

Hier gehts zur Buchung!

Buchpremiere: »Roxy – Roboter zähmen leicht gemacht«
Lesung mit der Autorin Kenza Ait Si Abbou; für Kinder ab 8 und Erwachsene

ONLINE; 10 bis 11 Uhr, YouTube

Kenza Ait Si Abbou ist eine mehrfach ausgezeichnete Expertin für Robotik und künstliche Intelligenz. In ihrem Kinderbuch „Meine Freundin Roxy: Roboterzähmen leicht gemacht“ (Tulipan Verlag, 2022) führt sie Grundschulkinder auf spannende und spielerische Weise ans Thema Künstliche Intelligenz heran.

Hier gehts zur Live-Übertragung!

Daten-Dienstag on tour
Gemeinsam für ein besseres Internet – Herausforderungen aus Sicht der Datenschutzaufsicht

ONLINE; 19 – 21 Uhr

Beim Daten-Dienstag stellen Experten und Expertinnen Themen rund um Datenschutz und IT-Sicherheit vor und kommen anschließend mit dem Museumspublikum ins Gespräch, um das Bewusstsein für datenschutzrechtliche Fragen zu schärfen. Beim Daten-Dienstag on tour ist die spannende Reihe zu Gast im Museum für Kommunikation Frankfurt.

Hier geht es zur Anmeldung.

Kunst und Freiheit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz
Dr. Zaal Andronikashvili

Vor Ort im Museum; 18.30 Uhr,

Wie wird das Leben der Menschen im Zeitalter der maschinellen Intelligenz aussehen? Macht uns der technische Fortschritt freier oder werden wir von unseren Technologien abhängig sein? Hier erfahren Sie mehr über den Vortrag.

Eintritt frei, nur nach verbindlicher Anmeldung.

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe “Wissenschaft in the house”, mehr Infos und weitere Termine finden Sie hier.

Tipps und Tricks auf unserem TikTok-Kanal
“24 Tipps/24 Stunden. TikTok-Serie für ein sicheres Internet”

ONLINE; ab Mitternacht zu jeder vollen Stunde

In unserer TikTok-Serie geben Medienpädagogen und -pädagoginnen aus ganz Deutschland auf unserem Kanal @mfkberlin zu jeder vollen Stunde ab Mitternacht Tipps, wie man seine eigene Internetnutzung sicherer gestalten kann.

Hier gehts zu TikTok!

Der Safer Internet Day findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung #neuland. Ich, wir & die Digitalisierung statt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie weitere Veranstaltungen.

Weltweit wird der SID vom europäischen Insafe-Netzwerk im Rahmen des DIGITAL-Programms der Europäischen Kommission koordiniert. In Deutschland koordiniert klicksafe den Aktionstag.

Gefördert von:

www.kulturstaatsministerin.de

Zeichnung von Günter Radtke erschienen im Jahr 1974. Rechte: Jörg-Rainer Radtke

Die kybernetische Stadt. Planetarische Stadtplanung im Kalten Krieg 1950-1970

Wissenschaft in the house. Vortragsreihe in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

Die Kybernetik, die Wissenschaft von sich selbst regulierenden Systemen, hat vielerlei Fantasien angeregt, wie sich die menschliche Zivilisation erneuern ließe. Ein exzentrisches Beispiel sind z.B. die stadtplanerischen Entwürfe, die in den Nachkriegsjahrzehnten von dem Künstler Nicolas Schöffer oder dem Architekten und Komponisten Iannis Xenakis vorgelegt wurden. Die Stadt der Zukunft hätte man sich demnach in Gestalt von megalomanen Bauten vorzustellen, die kilometerweit in den Himmel ragen und die sich, dank ihrer kybernetischen Organisation, von der Erde weitgehend unabhängig machen. Ausläufer dieser Vorstellungen, so scheint es, leben bis heute fort.

Ein Vortrag von Dr. Alexandra Heimes

Di, 1.3.2022 | 18.30 Uhr

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Hier geht es zu den anderen Vorträgen der Reihe Wissenschaft in the house.

Der Vortrag findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung BACK TO FUTURE. Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität statt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie weitere Veranstaltungen.

Gefördert von:

www.kulturstaatsministerin.de

Fotografie „Jim Suit“, Tauchanzug für große Tiefe, entwickelt 1930 von Joseph Peress.

Kleider machen Zukunft: Smart Clothes & Wearables gestern und heute

Wissenschaft in the house. Vortragsreihe in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung

Dass Textilien und Accessoires mit Technik verschmelzen und nicht nur die Garderobe der Zukunft, sondern den Menschen selbst transformieren werden, visioniert bereits die frühe Science-Fiction. High-Tech-Anzüge, die Superkräfte verleihen, und Körpergadgets der Populärkultur konkurrieren heute mit innovativen SmartTex-Kreationen aus der Designforschung. Tragbare Technik und intelligente Kleider von morgen lassen dabei auch Anleihen von futuristischen Vorgängern erkennen.

Ein Vortrag von Dr. Tatjana Petzer

Di, 22.2.2022 | 18.30 Uhr

Die Teilnahme ist nur nach Anmeldung möglich. Der Eintritt ist kostenfrei.

Hier geht es zu den anderen Vorträgen der Reihe Wissenschaft in the house.

Der Vortrag findet im Rahmen der aktuellen Ausstellung BACK TO FUTURE. Technikvisionen zwischen Fiktion und Realität statt. Im Begleitprogramm zur Ausstellung finden Sie weitere Veranstaltungen.

Gefördert von:

www.kulturstaatsministerin.de

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