Große Patchworkdecke als Erinnerungsarbeit für acht, an den Folgen von Aids verstorbene Männer

Offen sprechen: Solidarische Begegnungen zum Welt-AIDS-Tag

Wir laden ein, offen zu sprechen – über Aktivismus, Erinnerung und Verlust. Gemeinsam möchten wir in kreativen Formen derer gedenken, die an den Folgen von Aids gestorben sind. Und wir richten den Blick nach vorn: auf eine solidarische Zukunft ohne Angst und Ausgrenzung.

Programm

13 – 17 Uhr
Gemeinsames Sticken mit Gesine Försterling
Workshop im Lichthof
max. 30 Teilnehmer:innen, für Anfänger:innen und Fortgeschrittene, hier gehts zur Anmeldung

Im Workshop lernst du spielerisch die Basics des Stickens kennen und kannst dich an eigenen kleinen Motiven ausprobieren. Begleitet wird der Kurs von Gesine Försterling – Modedesignerin und Kulturwissenschaftlerin –, die zeigt, wie sich Sticken als Ausdruck von Erinnerung und Gemeinschaft verstehen lässt. Dabei nimmt sie Bezug auf die AIDS Memorial Quilts, ein kollektives Kunstprojekt für die an den Folgen von AIDS Verstorbenen. Du kannst auch spontan vorbeikommen – eine Anmeldung hilft uns aber bei der Planung.

16 – 17 Uhr
Was heißt HIV-Aktivismus heute? Barbie Breakout im Gespräch
Vortrag im Museumsrestaurant W66

Barbie Breakout ist eine der profiliertesten Drag-Künstler:innen im deutschsprachigen Raum und engagierte HIV-Aktivistin. In ihren Auftritten und Beiträgen thematisiert sie regelmäßig queer-politische Fragen und verknüpft diese mit ihrer eigenen Lebensrealität. In der Auseinandersetzung mit oft schmerzhaften Themen gelingt es Barbie, den Fokus auf Empathie und Zugänglichkeit zu lenken. Mit uns bespricht Barbie die Relevanz und Herausforderungen von HIV-Aktivismus heute vor dem Hintergrund ihrer eigenen Biografie.

17 – 17.30 Uhr
Unearth – an excerpt: Jefta van Dinther
Tanz/Performance im 1. Obergeschoss

In einer reduzierten Choreografie für Körper und Stimme ergründet der in Berlin ansässige Choreograf Jefta van Dinther das menschliche Verlangen, Vergangenes wiederzubeleben und noch einmal zu erleben. Tänzer:innen erkunden die Zusammenhänge von Körperlichkeit und Verlust.

Choreografie: Jefta van Dinther
Performer:innen: emeka ene, Leah Katz, Gyung Moo Kim, Manon Parent
Kostüme: Cristina Nyffeler
Voice Coach: Doreen Kutzke
Assistenz-Choreograf: Thomas Zamolo
Künstlerische Beratung: Gabriel Smeets und Maja Zimmermann 

Teilnahme für alle Programmpunkte: Museumseintritt (unter 18 Jahren frei)

Abbildung: Ausschnitt aus “Aids Memorial Quilt Nr. 22”, Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Anna-Isabel Frank, CC BY-SA 4.0